Die Deutsch – Dänische
Grenze habe ich im Laufe der letzten Jahre bereits in den unterschiedlichsten Formen überquert.
Auch die Orte des Grenzübertritts waren durchaus verschieden. Hin und wieder
ging es mit Fähren von Rügen oder Puttgarden aus, andere Male ging es auf der
A7 mit dem Auto über die Grenze. Mit dem Zug habe ich auch schon dieses Land
bereist und nicht zuletzt auch mit dem Motorrad! Aber nun gab es die
Möglichkeit, die Grenze schwimmend zu überqueren! Klar, dass ich das unbedingt
mitmachen musste.
So ging es also an einem
Bettenwechselsamstag im August in aller Früh hoch nach Glücksburg. Die Autobahn
war brechend voll, aber wir sind staufrei oben angekommen. Kerstin und Jens
sind etwas später gefahren und haben den Stau voll abbekommen. Start war erst
gegen 16 Uhr, also hatten wir noch einige Zeit, das schöne Wetter zu genießen.
Kurz vor dem Start
zwängte ich mich dann mal wieder in meinen Neoprenanzug und lauschte gespannt
der Wettkampfbesprechung. Im Anschluss ging es mit Segelbooten von Privatleuten
(an dieser Stelle vielen Dank dafür) rüber nach Dänemark. Auf dem Weg wurde
schnell deutlich, wie weit 3.000m eigentlich sind! Drüben angekommen ging es
mit einem Kopfsprung vom Boot (das wollte ich immer schon mal machen, seit ich
Baywatch im Fernsehen als kleiner Junge gesehen habe) in die Förde und die
letzten Meter zum dänischen Festland.
Hier standen viele
Helfer, die einen mit ausreichend Vaselinie versorgten. Ich fragte mich zu
Beginn, wofür das Not tat. Klar, ein wenig den Hals eincremen, damit der Neo
nicht scheuert, das war mir klar. Aber alle schmierten sich das Zeug ins
Gesicht, Hände und Füße. Dann erfuhr ich, dass es zum Schutz vor den Nesseln
der Feuerquallen helfen sollte. Also legte ich auch noch etwas Creme auf und
schritt im Mittelfeld zum Start.
Ab ging es. Das Wetter
war super, die Förde war nahezu komplett frei von Wellen und das Wasser war glasklar.
Ich versuchte mich etwas rechts zu halten und so dem großen Getümmel aus dem
Wege zu gehen. Das lief auch super. Schnell war ich ziemlich einsam (hätte mir
eigentlich komisch vorkommen sollen) und arbeitete mich weiter gen Deutschland
vor.
Schnell nahm ich eine
Kurskorrektur vor, aber diese kostete bestimmt 5-6 Minuten und einiges an
Kraft. Innerlich ärgerte ich mich über meine Navigationskünste, aber das Gefühl
nun von Dänemark nach Deutschland geschwommen zu sein, glich das wieder etwas
aus. Jan, mein Vereinkollege (inzwischen stand es 1:2 für mich) legte bessere
Navigationskünste an den Tag und besiegte mich. Zwar fehlte Ihm auch rund 1
Minute für die ersehnte Sub 1, aber das motiviert für einen weiteren Start in
den folgenden Jahren! Aktueller Stand Jan: 2 und Stefan: 2! Mal sehen, wie sich
das noch weiter entwickelt bei direkten Vergleichen!
Das Fröde-Crossing ist
ein absolutes Super-Event, welches ich nur empfehlen kann. Aber um dort
teilzunehmen, sollte man bereits bei der Anmeldung sehr schnell zu Werke gehen,
denn wer sich nicht in den ersten 12 h nach Öffnung angemeldet hat, kann einen
Startplatz eigentlich vergessen. Anmeldestart ist meist 0:00 Uhr und bereits
morgens um 6 Uhr war ich auf der Warteliste gelandet. Zwar Platz 14 ca. und
somit im Bereich der Nachrücker, aber das sagt eigentlich alles!
3.000m durch die Förde in
1:04, das ist OK, aber ausbaufähig!

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen