Montag, 3. Juni 2013

Radmarathon Nortorf


Voller Vorfreude packte ich schon am Vorabend alles Notwendige zusammen. Morgens um 4:15 Uhr klingelte dann der Wecker und es ging los. Ein schnelles Frühstück, einen Kaffee to drive und ab nach Hamburg, meinen Kollegen vom HSV- Triathlon einsammeln und weiter gen Norden nach Nortorf.

Vor lauter Quatsch im Auto hätten wir fast die Abfahrt von der A7 verpasst. Da um diese Zeit jedoch kein Verkehr ist, kann man auch sehr gut von ganz links direkt die Ausfahrt nehmen.

An der Schule angekommen, holten wir uns die Startnummern, tranken noch einen Kaffee und schon ging es los. Wie üblich fuhren wir die ersten gut 50 km in einer großen Gruppe. Die Straße war äußerst schlecht, so dass sich das ganze Feld chaotisch über die komplette breite (inkl. Gegenverkehr) ausbreitete. Zum Glück ging alles gut und keiner kam zu Fall. Das Tempo passte soweit und ich begrüßte die üblichen Mitreisenden.

Die Zeit zur ersten Kontrolle in Hohenwestedt verging schnell. Dort gab es eine ordentliche Verpflegung, bevor es dann auf eine etwas über 30 km lange Runde ging. Nun zerstreute sich diese Riesengruppe und übrig blieben Thomas, Ralf und Dirk von Fortuna Celle, zwei Jungs vom RSV Probstei, Jens und ich vom HSV und 2-3 weitere Fahrer. Das Tempo in der Gruppe lief ganz gut und wir beschlossen, dem Wind mit einem ordentlichen „Belgischen Kreisel“ zu begegnen! Das hat echt Laune gemacht. Schnell stieg das Tempo auch 34-38 km/h, stellenweise auch gut über 40! Einfach genial. Wir Überholten eine Gruppe nach der nächsten und machten richtig Meter.

Schon waren wir wieder in Hohenwestedt. Ich kam aus dem Grinsen gar nicht mehr raus und inzwischen tat es mir die Sonne gleich. Kurze Stärkung und weiter ging es in ähnlicher Besetzung. Diesmal jedoch etwas gemächlicher, schließlich standen noch gute 140 km an. Auch diese knappen 40 km vergingen schnell, wenn auch der Wind mit bis zu 6 bft ordentlich an den Kräften zehrte. Ich profitierte von meinem Auflieger und provozierte immer ein kleines Jammern meines Hintermannes, der behauptete, ich gäbe kaum Windschatten.

Wieder ging es nach Hohenwestedt. Hier dezimierten wir uns, so dass nur noch die Jungs vom RSV Probstei mit mir und Jens die weiterreise aufnehmen wollten. Also ging es zu viert weiter nach Schönbek. Jens und ich übernahmen die Führung und fuhren konsequent eigentlich immer ein Tempo über 30 km/h! Kurz wurden wir noch einmal abgelöst, bevor es dann gegen den Wind zur Kontrolle ging. Nun hatten wir die Ehre, die Jungs heil dort hinzuführen. Es war stellenweise echt hart, aber wir bolzten weiter unser Tempo!

Dieses Verhalten unsererseits führte dazu, dass wir ab Schönbek nun alleine reisen mussten. Die Jungs wollten es nun ruhiger angehen. Also ging es zu zweit auf die 33 km Runde um Bordesholm. Wir waren inzwischen so in unserem Tritt, dass wir die kleinen Hügel kaum noch merkten und dem Wind trotzten. Es war klasse. Ich hätte zuvor nicht gedacht, solch ein Tempo auf 220 km geben zu können, besonders durch den Wind. Aber dank Jens weiß ich nun, was geht. Ich denke, er hätte gern noch etwas mehr Tempo gehabt, aber das hätte ich wirklich nicht mehr durchgestanden. Immer wieder überholten wir einzelne Fahrer und kleinere Gruppen. Und immer wieder versuchten diese, sich dann ranzuhängen. Dieses Vorhaben legten viele sehr schnell zu den Akten und ließen uns ziehen.

Wieder in Schönbek angekommen, gab es ein – zwei Becher Cola, bevor wir ganz entspannt die 21 km zurück nach Nortorf zum Ausrollen angehen wollten. Aber wir hatten einige Kilometer gegen den Wind und einige giftige Wellen, die sich uns in den Weg stellten. Also machten wir es, wie es den ganzen Tag am besten geklappt hat. Kette rechts, Unterlenken (oder in meinem Fall Auflieger) greifen und Vollgas! Das war wirklich Rock `n Roll! Letzten Endes erreichten wir gut gelaunt Nortorf und konnten einen 30er Schnitt vorweisen.

Wie erwähnt, wir hatten konstante 5-6 Windstärken und etwas über 1000hm auf der Strecke verteilt. Ich denke, das war eine wirklich ordentliche Leistung!

Vielen Dank an Jens für den genialen Tag! Das Tempo war super und ich denke, wir haben allen dort gezeigt, dass die Jungs mit der Raute auch Radfahren können!

1 Kommentar:

  1. Wow,

    welch eine krasse Tour! Einen 30er-Schnitt schaffe ich bei den Bedingungen nie - wobei ich natürlich auch sehr oft alleine unterwegs bin.

    Viele Grüße und viel Erfolg weiterhin!

    Andy (auf dem Weg nach Roth)

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