Mittwoch, 12. Juni 2013

Mit dem Rad zur Arbeit

Es ist doch immer wieder schön, wenn ein lang gehegter Plan endlich in die Tat umgesetzt wird und dann auch noch zu funktionieren scheint! Wie schon der Boss vom A-Team an der Zigarre lutschend immer zu sagen pflegte: „Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert!“ Ähnlich erging es mir heute. Auch wenn ich das Rauchen einer Zigarre dann doch lieber weggelassen habe.

Aber was war eigentlich doch gleich der Plan? Genau, der Plan war es, mit dem Rad zur Arbeit zu fahren. Ganz simpel und sicherlich kein großes Problem und noch weniger eine echte Herausforderung. Dennoch scheiterte es immer wieder an irgendwelchen „wenn“ und „aber’s“.

Um euch einen kleinen Einblick in die „Problematik“ zu geben, muss ich etwas ausholen, damit ihr die Gegebenheiten besser einschätzen könnt. Das Büro liegt im selben kleinen Städtchen, in dem ich auch wohne. Die einfache Entfernung beträgt also auf dem direkten Weg ca. 4-5 km. Es ist also echt um die Ecke! Wenn ich mit dem Auto zur Firma fahre, dann bin ich in aller Regel zwischen 7:10 und 7:15 Uhr da.

Diese 4-5 km eignen sich sicher nicht, um sie effektiv in das Training einzubauen. Also musste die Runde etwas vergrößert werden. Das wirkte sich natürlich deutlich auf die Zeit des Weckerklingelns aus. Weiter kam dazu, dass natürlich sämtliche Klamotten, die man im Büro trägt, irgendwie ziemlich untauglich zum Radfahren sind. Also mussten diese Platz im Rucksack finden. Danach sahen diese leider nicht mehr wirklich gebügelt aus und die Gepäckmenge nahm auch schon beachtlich zu. Natürlich sind dann noch Dunkelheit, Kälte und Regen in dem Zusammenhang des Nichtfahrens zu nennen.

Jetzt ergab es sich aber so, dass eigentlich alle dieser Argumente völlig entkräftet sind. Aktuell schreibe ich an meiner Bachelorarbeit und teile mir meine Zeit frei ein. Sprich, die Ankunft im Büro ist auch ein – zwei Stunden später möglich. Ein Kundenkontakt ist derzeit auch nur in Ausnahmefällen geplant, so dass T-Shirt und kurze Hosen völlig ausreichend sind. Seit nun 1,5 Wochen ist hier so zuverlässig gutes Wetter, so dass an Regen nicht zu denken ist.

Bereits in der letzten Woche zeichnete sich ab, dass der Plan bald echt in die Umsetzung gelangen könnte. Ich habe die letzte Woche genutzt, das Auto mal komplett stehen zu lassen um eigentlich alles mit dem SingelSpeed zu erledigen. Daran habe ich mich so schnell gewöhnt, dass ich schon gar nicht mehr drüber nach denke, welches Fahrzeug ich nun nehme.

Heute Früh ging es dann nach einem schnellen Frühstück mit dem Rennrad ins Büro. Der Anfahrtsweg wurde mit einigen Schlenkern auf gute 36 km ausgebaut und verlief ohne nennenswerte Zwischenfälle! Der Rucksack reichte aus für Laptop, Wechselklamotten und Duschzeug. Besser kann es nicht sein. Auf dem Heimweg wird es dann wohl dieselbe Runde wieder Retour gehen.

Wenn ich mich jetzt in der Zeit der Bachelorarbeit daran gewöhnen kann, dann sollte es auch später gut machbar sein, wenn es dann wieder etwas früher los geht. Dazu kommt, dass durchaus noch einige Sachen optimiert werden können. Duschzeug, Haargel etc. kann ich ja im Büro stehen lassen. Wechselklamotten könnten hier auch „zwischengelagert“ werden. Also bleibt eigentlich nur der Laptop als Begleiter auf der Radtour. Aber wozu gibt es denn diese ganzen USB-Sticks und Cloud-Lösunngen?!

Nun gut, letzteres wird nicht ganz einfach sein, denn letzten Endes handelt es sich auch zum Teil um sensible Firmendaten. Aber die Klamotten und das Waschzeug müssen nun wirklich nicht immer mitreisen!

Ich bin gespannt, wie sich das entwickelt…

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