Dienstag, 7. Mai 2013

Radmarathon Husum


Der Radmarathon in Husum löst so einige Erinnerungen bei mir aus. Bereits im letzten Jahr startete ich dort auch im Rahmen des Nord-Cups. Es war nahezu grauenhaft! Sieben Windstärken machten die 220 km rund um Husum unvergesslich und sorgten für reichlich Gesprächsstoff in der restlichen Saison.

Natürlich nahm ich die erneute Herausforderung an und begab mich auch dieses Jahr wieder nach Husum! Um 4:00 Uhr klingelte der Wecker, schnell zwei Kaffe trinken, etwas Toast und das Rad in Kofferraum legen. Ab ging es auf die Autobahn. Bis zum Nord-Ostsee-Kanal sah es nach einem sehr schönen Frühsommertag aus. Mit der Überquerung schlug das Wetter komplett um.

Dicke Wolken am Himmel verbreiteten düstere Stimmung, etwas Wind und Temperaturen um 9°C rundeten das Gesamtbild ab. In Husum angekommen traf ich direkt bei der Anmeldung Thomas, den Weggefährten aus Hamburg. Ich gönnte mir noch einen Kaffe, bevor es dann zum Auto ging, das Rad fertig machen und die Kleidungsfrage klären.

Ich entschloss mich für Kurz/Kurz jedoch mit Arm- und Beinlingen. Schließlich bestand durch den Wind ja die Chance, dass doch noch die Sonne raus kommt und ich eine weitere Möglichkeit bekomme, etwas Farbe zu bekommen. Kurz vor dem Start trafen wir auf Ulli. Ein Kollege, mit dem wir in der letzten Saison viel unterwegs waren. Zusammen machten wir uns auf den 220 km langen Weg!

Natürlich landeten wir schnell in einer größeren Gruppe und beschlossen, erstmal dort dran zu bleiben. In der Gruppe fuhren bereits Peter und „Tom“ mit. Das Tempo war echt ambitioniert, aber ziemlich gleichmäßig. Aber der Blick auf den Tacho ließ erahnen, dass dieses Tempo nicht für uns gemacht war. Immer wieder 35-40 km/h – das pack ich nicht auf 220 km!

Aber im Hinterkopf hatten wir immer noch den Wind aus 2012 und versuchten weiter, in der großen Gruppe zu bleiben um später, sollte der Wind auffrischen, etwas mehr Schutz zu haben. Bei K3 (km 140 ca.) waren wir echt platt. Nun galt es, eine Entscheidung zu treffen. Entweder in der großen Gruppe bleiben, ein Platzen riskieren, oder auf eigene Faust deutlich langsamer weiter zu fahren. Immerhin waren es noch gute 80 km.

Thomas und ich bekamen mit, dass auch Peter und „Tom“ vor dieser Entscheidung standen. Schnell noch Ulli davon überzeugen und schon waren wir zu fünft. Der Wind schwächte gefühlt etwas ab und wir fünf passten sehr gut vom Tempo zusammen.

So rollten wir die letzten 80 km gen Ziel zusammen und plauderten. Rechts der Deich, links immer wieder kleine Häuschen und Schafe, soweit das Auge reicht! Als Belohnung für das Durchhalten kam die letzten 30-45 Minuten sogar noch die Sonne raus!

Die Gruppe war echt super! Ich hoffe, kommenden Sonntag sind alle wieder in Wesseln zum Kalle-Bäcker Marathon am Start!

1 Kommentar:

  1. Du machst so eine Supervorbereitung, ich bin stolz auf Dich. Nur der HSV!

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