Der Radmarathon in Husum
löst so einige Erinnerungen bei mir aus. Bereits im letzten Jahr startete ich
dort auch im Rahmen des Nord-Cups. Es war nahezu grauenhaft! Sieben Windstärken
machten die 220 km rund um Husum
unvergesslich und sorgten für reichlich Gesprächsstoff in der restlichen
Saison.
Natürlich nahm ich die
erneute Herausforderung an und begab mich auch dieses Jahr wieder nach Husum!
Um 4:00 Uhr klingelte der Wecker, schnell zwei Kaffe trinken, etwas Toast und
das Rad in Kofferraum legen. Ab ging es auf die Autobahn. Bis zum
Nord-Ostsee-Kanal sah es nach einem sehr schönen Frühsommertag aus. Mit der
Überquerung schlug das Wetter komplett um.
Dicke Wolken am Himmel
verbreiteten düstere Stimmung, etwas Wind und Temperaturen um 9°C rundeten das Gesamtbild
ab. In Husum angekommen traf ich direkt bei der Anmeldung Thomas, den
Weggefährten aus Hamburg. Ich gönnte mir noch einen Kaffe, bevor es dann zum
Auto ging, das Rad fertig machen und die Kleidungsfrage klären.
Ich entschloss mich für
Kurz/Kurz jedoch mit Arm- und Beinlingen. Schließlich bestand durch den Wind ja
die Chance, dass doch noch die Sonne raus kommt und ich eine weitere
Möglichkeit bekomme, etwas Farbe zu bekommen. Kurz vor dem Start trafen wir auf
Ulli. Ein Kollege, mit dem wir in der letzten Saison viel unterwegs waren.
Zusammen machten wir uns auf den 220 km langen Weg!
Natürlich landeten wir
schnell in einer größeren Gruppe und beschlossen, erstmal dort dran zu bleiben.
In der Gruppe fuhren bereits Peter und „Tom“ mit. Das Tempo war echt
ambitioniert, aber ziemlich gleichmäßig. Aber der Blick auf den Tacho ließ
erahnen, dass dieses Tempo nicht für uns gemacht war. Immer wieder 35-40
km/h – das pack ich nicht auf 220
km!
Aber im Hinterkopf hatten
wir immer noch den Wind aus 2012 und versuchten weiter, in der großen Gruppe zu
bleiben um später, sollte der Wind auffrischen, etwas mehr Schutz zu haben. Bei
K3 (km 140 ca.) waren wir echt platt. Nun galt es, eine Entscheidung zu
treffen. Entweder in der großen Gruppe bleiben, ein Platzen riskieren, oder auf
eigene Faust deutlich langsamer weiter zu fahren. Immerhin waren es noch gute 80
km.
Thomas und ich bekamen
mit, dass auch Peter und „Tom“ vor dieser Entscheidung standen. Schnell noch
Ulli davon überzeugen und schon waren wir zu fünft. Der Wind schwächte gefühlt
etwas ab und wir fünf passten sehr gut vom Tempo zusammen.
So rollten wir die
letzten 80 km gen Ziel zusammen und
plauderten. Rechts der Deich, links immer wieder kleine Häuschen und Schafe,
soweit das Auge reicht! Als Belohnung für das Durchhalten kam die letzten 30-45
Minuten sogar noch die Sonne raus!
Die Gruppe war echt
super! Ich hoffe, kommenden Sonntag sind alle wieder in Wesseln zum
Kalle-Bäcker Marathon am Start!



Du machst so eine Supervorbereitung, ich bin stolz auf Dich. Nur der HSV!
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