Sonntag, 19. Mai 2013

OD Kiel 2012

Es ist mal wieder Sonntag, da aber heute kein Wettkampf bzw. Radmarathon ansteht, kram ich mal etwas in bereits vergangenen Events.

Vor nicht all zu langer Zeit, berichtete ich von dem Fördecrossing 2012. Dieser Wettkampf war an einem Samstag. Das machte mein Terminmanagement dann auch etwas schwieriger, denn ich hatte nicht auf dem Zettel, bereits am Tag drauf für den Triathlon in Kiel gemeldet zu sein. Nun gut, eine Olympische Distanz geht schon irgendwie.


Über Nacht versuchte ich also, so gut es ging, den Neo trocken zu bekommen und mich zu erholen. Morgens im Auto auf dem Weg, mein Schwesterchen einzusammeln merkte ich schon, dass die Rückenmuskulatur vom 3.000m Schwimmen des Vortags doch noch ziemlich verspannt war. Also Sitzheizung an und hoffen, dass die Wärme tut gut!

In Kiel angekommen, ging es routiniert zur Wechselzone. Nachdem ich meinen Platz eingerichtet hatte, war sogar noch Zeit für einen schnellen Kaffee, bevor ich mich dann irgendwie wieder in den nassen Neo zwängen musste.


Kurzes Einschwimmen, Startschuss und ab ging es. 2 Runden zu je 750m waren zu absolvieren. Die Kieler Förde war erfrischend kühl und schön klar. Dann kam der Wendepunkt und etwas dichter am Ufer ging es wieder zurück. Hier waren deutlich mehr Wasserpflanzen und auch die Temperatur des Wassers war etwas höher. Wo das Wasser wärmer ist, sind leider auch immer Quallen zu hause. Und genau so war es. Es war ein riesiges Quallenfeld, welches durchquert werden musste. Es war schon etwas eklig, in diesem Glibberkram rumzuwühlen. Aber am schlimmsten war dieses blöde Vieh, welches mir seine „Feuer-Tentakel“ einmal schön diagonal durchs Gesicht gezogen hatte.

Endlich war dieses Feld durchquert, ging es auf die zweite Runde. Leicht brennendes Gesicht und dann ein Moment, der für das alles entschädigt. Genau neben uns fuhr die Color Line Fähre aus Oslo in den Kieler Hafen ein. Da ich immer links atme, hatte ich den perfekten Blick… dieses riesen Schiff, dahinter der blaue Himmel und die gelbe Sonne am Horizont! Super! Aber auch auf der zweiten Runde ging es wieder durch „Quallen-Hausen“!. Wie konnte es auch anders sein, das Vieh von Runde eins wartete auch auf Runde zwei auf mich, um mir erneut einen mitzugeben.


Mit inzwischen ziemlich doll brennendem Gesicht ging es ab zum Wechsel und rauf aufs Rad. Diesmal war mir klar, dass die Strecke ziemlich langsam ist. Aus diesem Grund machte ich mich gar nicht erst verrückt, sondern fuhr mein Tempo, so gut es ging. Schließlich war es auch in diesem Jahr die Generalprobe für die Ratzeburger Mitteldistanz 2 Wochen später!

Nach 1:19 h war auch das Radfahren durch und es ging auf die flache, schnelle Wendepunktstrecke. Schnell fand ich mein Tempo und ballerte los, - so gut es eben ging! Rund 49 Minuten brauchte ich für die 10 km und pulverisierte meine Zeit aus dem Vorjahr wo ich (0:32 / 1:29 / 0:52) = 2:54h unterwegs war. Nach 2:40h hatte ich also das Ziel erreicht! Trotz des Schwimmens am Vortag verbesserte ich mich im Wasser um 1 Minute. Am meisten Zeit holte ich mit Rund 10 Minuten beim Radfahren raus und konnte zu guter letzt sogar in meiner schwächsten Disziplin, dem Laufen, gut 3 Minuten rausholen.

Wer bock hat, auf einen kleineren Wettkampf, der gut organisiert ist und nicht das große Startgeld aufruft, der ist in Kiel genau richtig!

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